Innenstädte vor dem Exitus - Wie sich das Zentrenkonzept ändern könnte

„Wir lassen Einzelhändler die nächsten Wochen und Monate auch in der Corona Pandemie nicht im Stich!“, verkündete Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bei der Pressekonferenz am Dienstag nach einem digitalen „Runden Tisch“ zum Ladensterben in den Innenstädten.

Schon vor der Krise hatte der Einzelhandel zu kämpfen, die Probleme haben sich durch die Pandemie jedoch noch einmal verschärft. Das Geschäft ist nicht weg, es boomt nur an anderen Stellen - zuhause auf dem Sofa! Der Onlinehandel bricht sämtliche Rekorde, ein Ende ist nicht in Sicht. Wer geht schon gerne mit Maske einkaufen, wer stellt sich in die Schlange, wenn das Hygienekonzept im Laden keine weiteren Kunden zulässt? Trotz Altmaiers redlicher Bemühungen gilt der Exitus der Innenstädte für Marktteilnehmer bereits als gesetzt.

Neue Konzepte könnten höheren Mehrwert für schaffen, als subventionierte Läden ohne Kundenverkehr: Man müsse etwa fünf Millionen Quadratmeter nicht mehr benötigte Einzelhandelsfläche umnutzen, zitiert die Tageszeitung DIE WELT einen Experten. Die Ära, in der das Erdgeschoss die wichtigste Ertragsquelle der Immobilie darstellte, sind mit Sicherheit beendet. Ihre Renaissance könnten verödete Ladenflächen mit alternativen Nutzungskonzepten erleben, die den Raum für Soziales (bspw. für Kindertagesstätten), Kultur und Gastronomie oder als Anlaufstelle für Paketboten zugänglich machen - also als Serviceflächen für darüberliegende Wohnungen und Büros im jeweiligen Quartier. Überhänge würden als Showroom, praktisch als Werbeflächen, für den Einzelhandel Verwendung finden, Verkauf und Lieferung wäre dennoch digitalisiert.


Beitrag ist erschienen als Titel der VermieterPRO Immo-News am 25.10.2020. Um aktuelle Nachrichten, sowie Angebote zur Miete und zum Kauf vorab einer öffentlichen Insertion auf den Immobilienportalen zu beziehen, registrieren Sie sich kostenfrei zum Erhalt unseres Newsletters.




Bildquelle Titel: pixabay.com

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