Wenn die Grünen mitregieren: Neubau von Einfamilienhäusern bald verboten?

Klimakrise? Ungerechte Verteilung des Wohlstands? Hohe Wohnkosten in Ballungszentren? Das sind die Kernthemen, mit denen die Grünen bei ihrer Wählerklientel punkten und aktuell von einem Umfragehoch zum nächsten springen. Eine Regierungsbeteiligung der Partei nach der Bundestagswahl am 26. September 2021 ist nicht nur möglich. Aktuell ist es wahrscheinlich, dass die Grünen mitregieren. In dieser Woche hat sich nun gezeigt, welche Entbehrungen die Partei bei einer Regierungsbeteiligung sogar der eigenen Wählerklientel abverlangen könnte:


Müssen Junge Familien auf ihren Traum vom Einfamilienhaus verzichten, wenn die Grünen mitregieren?


Junge Familien, die sich ihren Wunsch vom Eigenheim erfüllen möchten, müssen in Hamburg lange suchen. Bereits seit einem Jahr ist im Bezirk Hamburg-Nord der Neubau von Einfamilienhäusern untersagt. FocusOnline hatte in dieser Woche von der „Innovation“ der Grünen (im Bündnis mit der SPD) berichtet und spekuliert, dieses „Grüne Modell“ könnte nach der Wahl auch bundesweit Anwendung finden.

Die grünen Argumente für das Mehrfamilienhaus und gegen das Einfamilienhaus sind sogar nachvollziehbar.


Wegen diesen Gründen könnte das Einfamilienhaus verboten werden


Gerade im Ballungszentrum, in dem Bauplätze Mangelware sind, ist das Einfamilienhaus ein echter Platzfresser - allein in den teils großzügigen Gärten würde eine massive Verschwendung der Ressource Boden praktiziert. Die Grünen plädieren laut FocusOnline für einen „nachhaltigen Umgang mit Bauflächen.“

Auch die der Partei besonders wichtige Ökobilanz fällt bei Einfamilienhäusern denkbar schlecht aus. Das Häusschen am Stadtrand verbraucht einfach zu viel Energie.


Im "grünen Duktus" ist die persönliche Verwirklichung dem Kampf gegen die omnipräsente Klimakrise bekanntlich untergeordnet. Dies bedeutet hier eben nicht nur „zu Fuß gehen“ und mehr für den Kraftstoff zu bezahlen, auch die eigene Wohnqualität muss nachhaltig verändert werden - in eine Wohnung im Mehrfamilienhaus. Familien, die vom eigenen Einfamilienhaus geträumt haben, müssen sich dann wohl mit der Eigentumswohung begnügen. Im Schnitt fasse der Geschosswohnungsbau objektiv mehr Bewohner, genauer laut FocusOnline 2,5 pro Haushalt; während im Einfamilienhaus durschnittlich nur 1,5 Personen wohnen.

In den sozialen Medien hatte der zitierte FocusOnline-Beitrag übrigens zum kollektiven Aufschrei geführt. Offensichtlich zeigten sich die Leser verwundert, dass ein gewählter Politiker den ausverhandelten Koalitionsvertrag tatsächlich realisiert hatte.


Bei einem Verbot von Einfamilienhäusern: Bestandsimmobilien werden im Wert steigen!


Eigentümer von Einfamilienhäusern dürfen sich bei der Einführung einer deratigen Reform übrigens freuen. Wird der Neubau verboten, sollte der Wert der Bestandsimmobilie zulegen.


Beitrag erschien als Titel der VermieterPRO Immo-News vom 31.01.2021. Registrieren Sie sich kostenfrei in unserem Newsletter und erhalten Sie wöchentlich Nachricht, Meinung und vorab-Angebote aus dem Frankfurter Immobilienmarkt.


Bildquelle: pixabay.com Urheber : Capri23auto

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