Immobilien-Update im Oktober: Kaufpreise wackeln, Mieten stabil

Steigende Zinsen und hohe Unsicherheit halten den Immobilienmarkt in Schach. Die Umsätze im Segment Verkauf bröckeln, Vermarktungszeiten ziehen sich in die Länge, Preise werden verhandelt.


Für Verkäufer tickt jetzt die Uhr. Experten rechnen mit weiter steigenden Bauzinsen. Aktuell lassen sich für Immobilien in der Region Rhein-Main noch solide Verkaufspreise erzielen. Die Korrektur der Preise könnte sich aber mit weiter steigenden Zinsen und dem Abtauchen der Wirtschaft in eine scharfe Rezession ausweiten.


Der Mietmarkt präsentiert sich hingegen fester. Wir beobachten sinkende Durchlaufzeiten. Im unteren Preissegment drücken Anfragen von Geflüchteten, überwiegend aus der Ukraine, auf die Nachfrage. Diese setzt sich in die teureren Segmente um: Kann der Mieter keine günstige Wohnung erhalten, weicht er auf die nächst teurere aus. In großflächigen Bereichen, Wohnungen ab 80 Quadratmetern Wohnfläche, 3,5+ Zimmer, hilft die Kaufzurückhaltung. Hier findet eine geringere Zahl an Abwanderungen ins Eigenheim statt. Familien verschwinden als Kaufinteressenten, entscheiden sich für die Miete und bleiben in ihren Wohnungen oder wandern in die nächst größere Wohnungsklasse - falls der Platz nicht mehr ausreicht. / VermieterPRO, 14.10.2022 / Frankfurt