Inflation: Steht der Euro vor einer Vertrauenskrise?

Die Inflation springt im September auf erschreckende 4,1 Prozent. Bereits im August hatte das Statistische Bundesamt eine hohe Preissteigerung von 3,9 Prozentverglichen mit dem Vorjahresmonat ausgewiesen. Preistreiber seien einerseits teuere Rohstoffpreise. Doch auch bei Lebensmitteln kommt die Teuerung an. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) fragt kritisch, ob auf die Aussagen der Notenbanken noch Verlass sei und der Glaube an ein „vorübergehendes Phänomen im Krisen-Ausklang“ beibehalten werden könne.




Richard Nitzsche (M.Sc.), Geschäftsführer von VermieterPRO, studierte Finance & Economics an der Frankfurt School und in Colorado Springs und ist seit 2012 als Immobilienmakler in Frankfurt tätig.

Steigende Hauspreise? Inflation könnte Immobilienpreise weiter befeuern

Die vier vor dem Komma schockt den Verbraucher und treibt dem ohnehin gebeutelten Sparer die Sorgenfalten auf die Stirn. Für Börsen und Immobilienpreise könnte das noch „vergleichsweise moderate“ Inflationsgeschehen aus unserer Sicht weitere Steigerungen zur Folge haben. Allmählich dürfte auch das letzte Sparbuch eingelöst, der letzte Cent für den Eigenheimkauf der Kinder mobilisiert werden - schließlich wird das Geld auf dem Konto „schlecht“. Überschüssige Liquidität bringt nicht nur keine Zinsen mehr, es kostet seit geraumer Zeit Gebühren. Zusätzliche, regelmäßige Meldungen zur steigenden Inflationsentwicklung machen dem Sparer bewusst, wie die Post-Corona-Teuerung sein Vermögen auffressen. Bleibt die Flucht in Sach- und Anlagewerte, wie Immobilien.

Hohe Inflationsrate ist "nicht überraschend"

„Es ist kommt nicht überraschend, dass sich die während der Pandemie produzierte Geldschwemme in die Realwirtschaft übersetzt“, sagt Richard Nitzsche, Geschäftsführer von VermieterPRO ,“vielmehr hätte es mich überrascht, wenn wir keine Inflation gesehen hätten, nachdem die Wirtschaft wieder angesprungen ist.“ Während die Nachfrage nach Immobilien steigt, dürfte die Inflationsentwicklung das Angebot aus der Sicht des Volkswirts weiter verknappen: „Ein Eigentümer, der seine Immobilie jetzt verkauft, sollte schon gute Gründe, mindestens eine Idee zur weiteren Investition des Verkaufserlös haben.“ Während die Europäische Zentralbank (EZB) beteuert, es handele sich um vorübergehende Effekte, spricht der Markt aus Nitzsches Sicht eine andere Sprache:


Vertrauensverlust ins Eurosystem?

Inzwischen könnte die Kette des Vertrauensverlusts in den Euro und in das Management des Euro bereits in Gang gesetzt sein - eine Entwicklung, die sich schwerlich umkehren lässt, denn besonders die Erwartungen der Marktteilnehmer beeinflussen die Inflation. „Während die US-Zentralbank (Fed) bereits signalisiert hat, die Zinsen perspektivisch anzuheben und sich aus den Anleihekäufen zu verabschieden, verharren Lagarde und die EZB bewegungslos. Das macht Marktteilnehmer misstrauisch - es befeuert die Befürchtung, dass sich die Zentralbank aus der lockeren Geldpolitik nicht mehr verabschieden kann, ohne unerwünschte Nebeneffekte auszulösen, die zu massiven Verwerfungen in den Volkswirtschaften führen würden.“ Die Problematik ist bekannt und wurde von diversen Experten ausführlich diskutiert. Bereits zum Jahreswechsel hatte der bekannte Ökonom Prof. Hans-Werner Sinn vor einem derartigen Szenario gewarnt. „Eine praktisch handlungsunfähige Zentralbank muss auch weitaus höhere Inflationsraten zulassen“, stellt Nitzsche fest.


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