Wohnraumvermietung trotz Mietpreisbremse weiterhin lukrativ

Die Verschärfung der Mietpreisbremse hat sich in den Quartalsergebnissen des größten deutschen Wohnungskonzerns, Vonovia, bemerkbar gemacht. Zuletzt hatte die Politik den Berechnungszeitraum für die ortsübliche Vergleichsmiete von 4 auf 6 Jahre ausgedehnt. Die Regelung der Mietpreisbremse besagt, dass höchstens nach im Mietspiegel für die jeweilige Wohnung definierte Kaltmiete zuzüglich zehn Prozent vom Mieter verlangt werden darf. Die Erweiterung des Betrachtungszeitraums wirke sich insbesondere bei Bestandsmieten aus und entfalte hier nun die „volle Wirkung“, zitiert der Nachrichtensender n-tv Vonovia Vorstandschef Rolf Buch. Insofern lägen die Mietsteigerungen deutlich unter denen des Vorjahres.

Dennoch hat Vonvia einen soliden Quartalsbericht für das dritte Quartal 2020 präsentiert. Wohnraumvermietung bleibt attraktiv, auch in Corona-Zeiten. „Corona und der neue Teil-Lockdown werden keine Wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft haben“, wird Buch auf der Website des Nachrichtensenders weiterhin zitiert. Der CEO betont in diesem Zusammenhang niedrige Leerstände und den weiterhin hohen Nachfragedruck im Mietmarkt.

Tatsächlich haben die Auswirkungen der Krise den Immobilienmarkt im Segment Vermietung von privatem Wohnraum bislang nur unwesentlich tangiert. Wohnraumvermietung bleibt, verglichen mit anderen Geschäftsmodellen, auch in der Corona Krise ein morgenträchtiges Geschäft mit Perspektive - obgleich der politischen Risiken, die mit potenziellen Regulierungsmaßnahmen bei der Vermietung einhergehen: Die Auswirkungen des Mietendeckels in Berlin seien mit Kosten von 10 Millionen Euro zu verschmerzen. Viele Mieten lägen bereits unter den im Mietendeckel beschriebenen Obergrenzen und müssten deshalb nicht angepasst werden.


Die Publikation der Quartalszahlen von Vonovia kombiniert mit dem optimistischen Ausblick haben Signalwirkung für den Gesamtmarkt und sind auch für Privatvermieter ein Lichtblick für deren Investitionsentscheidungen.


Für die Aktionäre werde die Dividende pro Aktie bei 1,69 Euro liegen; eine Steigerung von 12 Cent verglichen mit dem Vorjahr. Der Aktienkurs liegt am 6.11.2020 vorbörslich bei 58,74 Euro. Auf Jahressicht konnte die Vonovia-Aktie rund 25 Prozent zulegen, in den vergangenen drei Monaten gewann das Papier rund 2 Prozent. Damit stemmt sich die Aktie gegen den Gesamtmarkt. Der deutsche Aktienindex DAX hat in den vergangenen drei Monaten 0,72 Prozent eingebüßt, 4,4 Prozent auf Jahressicht. (VP)

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